Das Wichtigste zuerst
Elektroplanung mit BIM schafft früh Klarheit: Leitungen, Anschlüsse und Schnittstellen werden im Modell festgelegt, bevor auf der Baustelle gearbeitet wird. Das senkt Fehler, macht Kosten verlässlicher und erleichtert den späteren Betrieb. Wie gross der Effekt sein kann, zeigt ein Schulbau in Märstetten: Weil ein grosser Teil der Elektroinstallation im Werk vorbereitet wurde, sank der Installationsaufwand auf der Baustelle um mehr als die Hälfte, und der Bau war nach sieben Monaten bezugsbereit.
Was uns bei der Pezag AG in der Praxis immer wieder auffällt: Der grösste Nutzen entsteht nicht erst auf der Baustelle, sondern viel früher in der Planung. Wer Leitungen, Anschlüsse und Reserven sauber im Modell festlegt, nimmt den Druck aus der Ausführung und vermeidet spätere Umwege. Genau das war beim Schulbau Weitsicht in Märstetten entscheidend.
Was bringt Elektroplanung mit BIM für Bauherren konkret?
Für Bauherren macht BIM die Elektroplanung greifbarer, weil Anforderungen, Leitungswege und Schnittstellen früh sichtbar werden. In Märstetten übernahm die Pezag AG die komplette Fachverantwortung Elektro, vom Konzept über die Elektroplanung bis zur Ausführung, inklusive Photovoltaikanlage. Die Ausführung wurde so vorbereitet, dass vieles nicht erst vor Ort gelöst werden musste. Davon profitiert jedes Projekt: Weniger Unklarheiten in der Ausführung bedeuten weniger Mehrkosten und eine höhere Qualität. Bei engen Terminen wird der Vorteil zusätzlich sichtbar, weil jeder gesparte Tag auf der Baustelle zählt.
Die Pezag AG übernahm die komplette Fachverantwortung Elektro inklusive Konzept, Elektroplanung, Ausführung sowie Planung, Installation und Einbindung der Photovoltaikanlage.
Welche Voraussetzungen müssen früh geklärt sein?
| Thema | Was vorab festgelegt werden sollte | Warum das wichtig ist |
|---|---|---|
| Nutzung | Räume, Lasten und Reserven | Damit die Elektroplanung zum späteren Betrieb passt |
| Schnittstellen | Zusammenarbeit mit Architekt und Fachplanern | Damit die Modelle der Gewerke zusammenpassen |
| Erweiterungen | Photovoltaik, E-Mobilität und Gebäudeautomation | Damit spätere Funktionen nicht improvisiert werden müssen |
| Detailtiefe | Zuständigkeiten und Liefertermine | Damit Vorfertigung und Montage sauber ineinandergreifen |
BIM funktioniert nicht als nachträgliche Korrekturhilfe. In Märstetten war entscheidend, dass die Anforderungen vorab definiert und die Zusammenarbeit früh abgestimmt wurde. Nur deshalb liess sich die Elektroinstallation im Werk vorkonfektionieren, statt sie erst auf der Baustelle Schritt für Schritt aufzubauen.
Wie lief das Projekt in Märstetten ab?
- Die Elektroplanung wurde im BIM-Modell aufgesetzt und mit den anderen Beteiligten abgestimmt.
- Leitungen und Anschlüsse wurden im Modell exakt festgelegt.
- Die Elektroinstallation wurde im Werk in die Module eingebaut.
- Vor Ort mussten nur noch die Modulverbindungen zusammengesteckt werden.
- Die Anlage wurde inklusive Photovoltaik eingebunden.
Das Beispiel in Märstetten zeigt den praktischen Unterschied deutlich. Geplant war ein dreistöckiger Holzmodulbau mit sechs Klassenzimmern, drei Gruppenräumen und Sanitäranlagen, realisiert mit der KIFA Systembau AG zwischen Januar und Juli 2025. Für den Bau standen nur sieben Monate zur Verfügung, deshalb war Vorfertigung kein Komfortthema, sondern eine Voraussetzung.
Pezag AG
Welche Fehler bei der Elektroplanung mit BIM kosten am meisten?
Worauf es in der Praxis ankommt
Ein häufiger Fehler ist, BIM zu spät einzusetzen. Dann lassen sich Leitungen, Anschlüsse und Reserven nicht mehr sauber ins Modell integrieren, und spätere Änderungen werden aufwendig. Auch Vorfertigung hilft nur dann, wenn das Modell stabil ist, sonst wird bei Anpassungen doppelt gearbeitet.
Viele denken, digitale Planung bedeute vor allem mehr Aufwand am Anfang. Tatsächlich zahlt sich dieser Aufwand in der Ausführung aus: weniger Nachbesserungen, weniger Abstimmungen auf der Baustelle, weniger verlorene Zeit. Wenn BIM nicht den erhofften Nutzen bringt, liegt das selten am Modell, sondern meist am zu späten Einstieg. Wer die Elektroplanung erst ins Modell holt, wenn die anderen Gewerke schon fertig geplant haben, kann nur noch reagieren statt mitzugestalten.
Klassische Planung oder Planung mit BIM?
| Thema | Klassische Planung | Planung mit BIM |
|---|---|---|
| Übersicht | Einzelne 2D-Pläne pro Gewerk | Ein gemeinsames 3D-Modell aller Gewerke |
| Schnittstellen zu Lüftung, Sanitär, Statik | Konflikte zeigen sich oft erst auf der Baustelle | Konflikte werden früh im Modell erkannt und gelöst |
| Änderungen während des Projekts | Müssen in mehreren Plänen nachgeführt werden | Werden zentral im Modell angepasst |
| Nach der Übergabe | Papier- oder PDF-Dokumentation | Modell als Grundlage für Service und Erweiterungen |
| Geeignet für | Einfache Projekte wie das Einfamilienhaus | Projekte mit mehreren Gewerken, engen Terminen oder Vorfertigung |
| Kosten und Material | Mengen werden aus Plänen geschätzt | Mengen lassen sich direkt aus dem Modell ableiten |
Für KMU, Gemeinden und Investoren zählt am Ende nicht das Modell, sondern was es bewirkt: weniger Überraschungen auf der Baustelle, verlässlichere Kosten und eine Anlage, die sich später einfach warten und erweitern lässt. BIM ist dafür ein Werkzeug, kein Selbstzweck.
Häufige Fragen
Wann lohnt sich BIM bei der Elektroplanung besonders?
Ist BIM auch sinnvoll, wenn zusätzlich eine Photovoltaikanlage geplant ist?
Was passiert, wenn sich das Modell während des Projekts noch ändert?
Welche Rolle spielt BIM nach der Bauphase noch?
Für Bauherren ist der Kernnutzen klar: Elektroplanung mit BIM schafft früh Verbindlichkeit, reduziert den Aufwand auf der Baustelle und macht Vorfertigung überhaupt erst planbar. In Märstetten hat genau diese Vorgehensweise geholfen, den Schulbau trotz knapper Frist termingerecht bezugsbereit zu machen.
Sprechen Sie mit Pezag AG über Ihr nächstes Projekt
Pezag AG, Bischofszell