Mehr Ruhe dank Atmung: Wie der Doppelatemzug hilft?

3 Min. Lesezeit
Andreas Lanz
Andreas Lanz
Inhaber und Geschäftsführer, newup AG · Rotkreuz
Zuletzt geprüft: 15. Oktober 2026

Das Wichtigste zuerst

Der Doppelatemzug ist eine einfache Atemtechnik, mit der Sie in stressigen Momenten schneller Ruhe und Fokus finden können. Sie atmen durch die Nase ein, nehmen direkt einen zweiten kurzen Atemzug dazu und lassen die Luft danach langsam durch den Mund ausströmen. Genau deshalb lässt sich die Übung praktisch überall einsetzen, ohne Vorbereitung oder Rückzug.

Ich kenne diese Situation aus eigener Erfahrung: Man ist vorbereitet, will liefern und ruft die eigene Leistung im entscheidenden Moment trotzdem nicht ab. Bei newup zeigt sich genau dort, wie stark die Atmung den körperlichen und mentalen Zustand beeinflussen kann. Der Doppelatemzug ist für mich darum kein Theoriebeispiel, sondern ein Werkzeug für echte Druckmomente.

Warum hilft der Doppelatemzug bei mehr Ruhe?

Stress, Nervosität und Anspannung entstehen oft schneller, als der Kopf sie bewusst ordnen kann. Der Körper ist dann schon im Alarmmodus, während der Verstand noch versucht, alles zu kontrollieren. Genau an diesem Punkt setzt die Atmung an, weil sie direkt beeinflusst, wie wir uns im Moment erleben.

Wie funktioniert die Atemtechnik konkret?

  1. Durch die Nase tief einatmen.
  2. Vor der Ausatmung einen zweiten, kurzen Atemzug durch die Nase dazu nehmen.
  3. Die Luft lang und ruhig durch den Mund ausströmen lassen.
  4. Den Ablauf zwei- bis dreimal wiederholen und die Veränderung beobachten.

Wichtig ist nicht, möglichst viel Luft zu holen. Entscheidend sind der zweite kurze Atemzug und die anschliessend lange, entspannte Ausatmung. Genau dadurch wird der Doppelatemzug zu einer einfachen, gut steuerbaren Übung für den Alltag.

Wann setze ich den Doppelatemzug ein?

Der grösste Vorteil liegt in der Alltagstauglichkeit: Sie brauchen keine fünf Minuten Meditation und keinen ruhigen Ort. Ich nutze den Doppelatemzug vor wichtigen Gesprächen, Präsentationen, im Wettkampf oder immer dann, wenn ich merke, dass der Stress gerade das Steuer übernimmt. Dann holt mich die bewusste Atmung wieder in den Moment zurück.

Praktischer Merksatz

Wenn Sie merken, dass Nervosität oder Druck schneller werden als Ihre Gedanken, ist der Doppelatemzug ein sinnvoller Erstgriff. Er ersetzt keine tiefergehende Arbeit an Schlaf, Mindset oder Training, kann aber in einer akuten Situation sofort helfen, handlungsfähig zu bleiben.

Was bedeutet das für Bewusst. Aktiv. Sein.?

Für mich steckt im Doppelatemzug mehr als nur eine Atemtechnik. Er steht für die Haltung, nicht alles kontrollieren zu müssen, aber die eigene Reaktion bewusst zu beeinflussen. Genau das verbindet sich mit dem Ansatz von newup: wahrnehmen, aktiv eingreifen und dann wieder klar und präsent sein.

Häufige Fragen

Wie oft soll ich den Doppelatemzug machen?
Im Artikel wird empfohlen, die Übung zwei- bis dreimal zu wiederholen. Danach beobachten Sie, was sich im Körper oder im Kopf verändert. Mehr braucht es für den ersten Einsatz meist nicht.
Kann ich den Doppelatemzug auch mitten im Alltag anwenden?
Ja, genau dafür ist er gedacht. Die Technik lässt sich praktisch überall einsetzen, etwa vor einem Gespräch, vor einer Präsentation oder in einem Moment mit akuter Nervosität. Sie benötigen weder einen speziellen Ort noch eine längere Vorbereitung.
Was mache ich, wenn ich dabei noch angespannter werde?
Dann bleibt das Ziel trotzdem dasselbe: nicht erzwingen, sondern bewusst beobachten. Die Ausatmung soll lang und ruhig sein, nicht gepresst. Wenn Stress oder Nervosität dauerhaft stark bleiben, ist der Doppelatemzug ein hilfreicher Start, ersetzt aber keine umfassendere Arbeit an den zugrunde liegenden Faktoren.
Passt die Übung auch zu einem grösseren Coaching-Ansatz?
Ja, bei newup ist Atmung nur eines von fünf Elementen neben Schlaf, Mindset, Ernährung und Training. Der Doppelatemzug ist deshalb als konkrete Sofortmassnahme gedacht, die sich gut in ein strukturiertes Programm zur Leistungsfähigkeit und Selbstführung einfügt.

Wer mehr Ruhe und Fokus mit Atmung aufbauen will, braucht oft keine komplizierte Methode, sondern einen verlässlichen ersten Schritt. Der Doppelatemzug zeigt, wie schnell sich ein Zustand verändern kann, wenn Sie bewusst eingreifen, statt den Stress einfach laufen zu lassen.

Wenn Sie diese Form von Atmung im Alltag für sich nutzen möchten, kann ein strukturierter Blick auf Schlaf, Atmung, Mindset, Ernährung und Training der nächste sinnvolle Schritt sein. So wird aus einer einzelnen Übung eine stabile Basis für mehr Klarheit, Ruhe und Leistungsfähigkeit.

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