Das Wichtigste in Kürze
Für KMU in der Schweiz lohnt sich digitales Marketing oft dann, wenn intern keine breite Marketingkompetenz vorhanden ist oder Projekte klar begrenzt sind, etwa bei einem Webauftritt oder einer Migration. Inhouse ist stärker, wenn laufend sehr nah am Produkt Content entstehen muss. Am häufigsten ist die Mischform sinnvoll: Strategie und Technik extern, das Tagesgeschäft intern.
Aus unserer Praxis bei WEITBLICK zeigt sich: Die beste Lösung ist selten ein Entweder-oder. Entscheidend ist, ob Ihr Unternehmen eher Fachwissen für Strategie und Technik braucht oder ob jeden Tag Inhalte aus dem Betrieb heraus entstehen müssen.
Für wen lohnt sich digitales Marketing über eine Agentur?
Eine Agentur passt besonders gut zu KMU, die kein eigenes Marketingteam haben oder nur mit einer Person arbeiten. Dann fehlt meist die Breite für Webdesign, Online-Marketing, Analyse und Umsetzung gleichzeitig. Auch bei einem Website-Relaunch oder einer Migration ist externe Unterstützung oft die stabilere Lösung.
- Wenn Strategie, Webdesign und Technik parallel gebraucht werden
- Wenn das Projekt einen klaren Start und ein klares Ende hat
- Wenn intern keine Kapazität für Koordination, Freigaben und Spezialwissen vorhanden ist
Wann ist Inhouse-Marketing die bessere Wahl?
Inhouse lohnt sich, wenn Content dauerhaft, schnell und sehr produktnah entstehen muss. Das gilt etwa für Unternehmen, die jede Woche neue Inhalte aus dem Tagesgeschäft brauchen und dafür direkten Zugriff auf Fachwissen, Produkte und interne Prozesse benötigen. In solchen Fällen ist die Nähe zum Betrieb wichtiger als die maximale externe Spezialbreite.
WEITBLICK übernimmt bei Kunden wie MOVING LIGHT SOUND MEDIA Konzept, Design und Programmierung, beim St.Gallen Symposium die technische Betreuung, Schnittstellen, Dashboards und Schulungen.
Woran entscheiden Sie sich in welcher Reihenfolge?
| Kriterium | Eher Agentur | Eher Inhouse |
|---|---|---|
| Marketingressource im Unternehmen | Keine oder nur eine Person | Feste interne Zuständigkeit mit Zeitreserven |
| Kompetenzbreite | Strategie, Design, Technik und Analyse fehlen intern | Know-how für laufende Inhalte und Nähe zum Produkt ist vorhanden |
| Projektart | Relaunch, Migration oder klar umrissener Auftrag | Dauerbetrieb mit häufigen Inhalten |
| Geschwindigkeit | Externe Spezialisten sollen Tempo bringen | Inhalte müssen sofort aus dem Betrieb kommen |
| Steuerung | Strukturierte Briefings und definierte Freigaben sind machbar | Das Team kann Marketing laufend intern priorisieren |
Entgegen der Annahme, dass eine interne Lösung automatisch günstiger ist, deckt sie selten Strategie, Design, Technik und Analyse gleichzeitig ab. Eine Agentur wirkt auf dem Papier teurer, spart aber oft Koordinationsaufwand und verhindert teure Fehlversuche. Der eigentliche Vergleich ist deshalb nicht Preis gegen Preis, sondern Abdeckung gegen Abdeckung.
Welche Schwellenwerte sind in der Praxis hilfreich?
Konkrete Zahlen lassen sich hier bewusst nicht pauschal nennen, weil sie je nach Unternehmen stark variieren. Als brauchbare Schwelle gilt bei uns: Sobald eine einzelne Person im Marketing nicht mehr gleichzeitig Strategie, Umsetzung und Kontrolle tragen kann, wird eine Agentur oder Mischform sinnvoll. Sobald der laufende Content-Bedarf so hoch ist, dass Fachwissen aus dem Tagesgeschäft ständig gebraucht wird, spricht mehr für Inhouse.
- Prüfen Sie, ob intern genug Zeit für Briefings und Freigaben vorhanden ist
- Prüfen Sie, ob Inhalte schnell genug aus dem Unternehmen geliefert werden können
- Prüfen Sie, ob Strategie und Technik intern wirklich abgedeckt sind
- Prüfen Sie, ob ein Projekt mit klaren Meilensteinen vorliegt
Welche Mischform funktioniert am besten?
Die Kombination aus beidem funktioniert in der Praxis oft am besten: Strategie und Technik kommen von der Agentur, das Tagesgeschäft bleibt intern. So bleibt das Unternehmen nah am Inhalt, ohne auf Spezialwissen bei Webdesign, Online-Marketing oder technischer Umsetzung zu verzichten. Genau dieses Modell setzen wir bei WEITBLICK in mehreren Kundenprojekten ein.
Bei MOVING LIGHT SOUND MEDIA haben wir Konzept, Design und Programmierung geliefert, das Team hat Inhalte und Seiten auf Basis der Vorlagen selbst gepflegt. Beim St.Gallen Symposium geht es seit 2022 zusätzlich um technische Betreuung, Schnittstellen, Dashboards und Schulungen. Das ist der Punkt, an dem Mischmodelle oft stabiler sind als ein reiner Vollausbau intern oder extern.
Wann sollten KMU von einer Agentur eher absehen?
Eine Agentur ist nicht ideal, wenn dauerhaft und sehr produktnah Content entstehen muss und interne Fachleute dafür ständig im Alltag verfügbar sein müssen. Wenn das Unternehmen jede Woche viele spontane Inhalte aus dem Betrieb braucht, entsteht sonst zu viel Abstimmungsaufwand. Dann ist eine interne Lösung oder ein klar geteiltes Modell meist passender.
Häufige Fragen
Wie viel interne Zeit braucht eine Zusammenarbeit mit einer Agentur wirklich?
Ist eine Agentur auch sinnvoll, wenn ich schon eine Marketingperson im Team habe?
Wann ist die Mischform besser als ein kompletter Inhouse-Aufbau?
Woran erkenne ich, dass Inhouse für mein Unternehmen zu knapp kalkuliert ist?
Für KMU ist digitales Marketing dann am sinnvollsten, wenn die Rollen sauber verteilt sind. Wer Strategie und Technik nicht selbst im Haus hat, holt sich eine Agentur; wer jede Woche Inhalte aus dem eigenen Betrieb braucht, baut intern auf. In vielen Fällen ist die Mischform die bessere Antwort auf die eigentliche Frage: Wie bleibt Ihr Marketing wirksam, ohne das Team zu überlasten?
Wie passt digitales Marketing zu Ihrem KMU?
Weitblick Online Agentur GmbH, St. Gallen
